Wenn wir von Ritualen in Japan sprechen, dann reden wir meist über Tempelrituale. Im folgenden Beitrag erfahrt ihr mehr über die gängigsten und was Ihr zu beachten habt.

Reinigung:

Bevor man so einen Tempel betritt, gibt es meist einen Brunnen vor dem Gebäude. Hier findet eine rituelle Reinigung statt, nachzulesen in folgendem Beitrag.

Anders als bei uns im Christentum werden keine großen Messen abgehalten. Seine Gebete und Wünsche äußert man eher für sich selbst. Was bei manchen Ritualen auch die enorme Schlange davor erklärt ^^. Aber alles der Reihe nach.

Räucherstäbchen:

Neben dem Becken zur Reinigung findet man auch oft Schalen mit Rauchstäbchen vor dem Tempel. Dort muss man dann die Räucherstäbchen anzünden, wobei der entstehende Rauch auf Stellen des Körpers gewedelt wird, die z.B. Schmerzen verursachen, um die Götter darum zu bitten, diese zu lindern. Soll anscheinend auch bei der Potenz helfen aber wer weiß das schon.

Die Glocke:

Wenn man einen Tempel betritt findet man häufig Glocken, an denen man ziehen kann. Aber auch ausserhalb des Tempels werden diese häufig gesehen. Die erste Frage, die ich mir gestellt hatte, war „und was jetzt?“. In Japan ist es so, das durch das Läuten der Glocke und vielleicht einen Klatscher in die Hände, der Gott auf einen aufmerksam gemacht werden soll. Nach dem Läuten verbeugt man sich und hält seine Hände gefaltet. Dabei wird der Gottheit die Ehre erwiesen und Wünsche oder Gebete übermittelt. Meist stehen auch noch Schalen für Spenden unter den Glocken. Beim Betreten einiger Tempel müssen die Schuhe ausgezogen werden, worauf  man besonders achten sollte. Einfach auf Schilder oder die anderen Besucher schauen.

Kleine Holztäfelchen und Säcke:

Solche Holztafeln (Ema) oder Säcke (O-Mamori) kann man meist rund um den Tempel erwerben. Die Tafeln sind von einer Seite meist schon bedruckt. Die leeren Seiten werden dazu genutzt, um Wünsche drauf zu schreiben. Sei es, dass eine Prüfung gelingt oder dass man hofft, dass seine Angebetete einen auch toll findet. Bei den Säcken sind Schriftzeichen und Bilder aufgenäht oder selbst drauf geschrieben. Im Inneren befinden sich meist Papierstreifen mit schützenden Schriftzeichen darauf. Wenn man diese Säcke aufhängt, sollte man sich überlegen, diesem Ort im nächsten Jahr nochmal einen Besuch zu erstatten. Laut dem Glauben sollten die Säcke nach einem Jahr verbrannt und erneuert werden.

Papierstreifen:

Die sogenannte Omikuji findet man auch oft in Tempeln. Hierbei handelt es sich um Glückslose, die entweder aus Automaten gezogen oder per Zufallsverfahren erworben werden können. Wenn man sein Los erhält, öffnet man dieses und schaut, ob es einem Pech oder Glück bringt. Wenn es einem Glück bringt, behält man das Los. Andernfalls befinden sich an vielen Bäumen z.B. Schnüre, an denen man sein Pechlos anbindet. Dies soll dazu führen. dass das Pech beim Baum verweilt und nicht bei der betroffenen Person.

Gebetsmühlen:

Diese Mühlen sind dazu da, gutes Karma anzuhäufen, damit es leidenden Personen Glück bringe.

Allerlei:

Neben den alltäglichen Ritualen gibt es natürlich auch manchmal weitere kleine Objekte, die dies versprechen z.B. die Statuen von Hideyoshi und Nene in Kyoto, die versprechen, wenn man Ihnen über den Kopf streichelt, soll man dadurch Glück bekommen.

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